Abends in Prince Albert, halb acht im Juni. Die letzte Straßenlaterne steht zweihundert Meter hinter dir, und über dem Swartberg steht die Milchstraße so hell, dass sie Schatten wirft.
Die Central Karoo ist flächenmäßig groß und an Menschen arm. Drei Orte tragen die Region: Beaufort West an der N1, das mit dem Karoo-Nationalpark ein Stück Halbwüste unter Schutz stellt, Prince Albert am Fuß des Swartberg, und Laingsburg, das 1981 von einer Flut fast weggespült wurde. Zwischen ihnen liegen Strecken von hundert Kilometern ohne Tankstelle.
Karoo heißt in der Sprache der Khoikhoi sinngemäß trockenes Land, und das ist keine Untertreibung. Es fallen im Jahr weniger als zweihundert Millimeter Regen. Trotzdem lebt hier etwas: Schafe, deren Fleisch nach den aromatischen Sträuchern der Ebene schmeckt und in ganz Südafrika einen eigenen Namen hat, dazu Springböcke, Kudus und im Nationalpark Bergzebras.
Die meisten fahren durch, auf dem Weg von Kapstadt nach Johannesburg. Wer eine Nacht bleibt, bekommt zwei Dinge, die es an der Küste nicht gibt: vollkommene Stille und einen Nachthimmel ohne Lichtverschmutzung.
- Regen
- unter 200 mmim Jahr
- Karoo-Nationalpark
- bei Beaufort WestBergzebras und Kudus
- Swartberg-Pass
- 1583 munbefestigt, Baujahr 1888
- Ab Kapstadt
- 460 kmnach Beaufort West über die N1
Unser TippFahr die Strecke zwischen Oudtshoorn und Prince Albert über den Swartberg-Pass, aber nur bei trockenem Wetter und am Vormittag. Nach Regen oder Schnee wird er gesperrt, und oben hast du keinen Empfang, um das nachzusehen.

