Abends um acht, im Juni. Die letzte Laterne liegt zweihundert Meter zurück, und über dem Swartberg steht die Milchstraße so hell, dass sie einen Schatten wirft. Es ist vollkommen still.
Prince Albert wurde 1762 gegründet und besteht im Kern aus einer langen Straße mit weiß gekalkten Häusern. An ihren Rändern laufen offene Wassergräben, in denen das Wasser aus den Bergen zu den Gärten geleitet wird, nach einem Verteilsystem, das seit Generationen gilt. Es ist einer der wenigen Orte der Karoo, die nicht geschrumpft, sondern gewachsen sind, weil Leute aus Kapstadt hier Häuser gekauft haben.
Der Pass
Nördlich von Oudtshoorn und südlich von Prince Albert liegt der Swartberg-Pass, 1888 fertiggestellt, vierundzwanzig Kilometer unbefestigt, oben knapp sechzehnhundert Meter. Die Trockenmauern in den Kurven stehen seit über hundert Jahren ohne Mörtel. Bei trockenem Wetter ist er mit einem normalen Wagen fahrbar, nach Regen oder Schnee gesperrt. Prüf das am Morgen, oben gibt es keinen Empfang.
Von der Passhöhe zweigt eine Straße ab, die in ein abgeschlossenes Tal führt, das die Einheimischen die Hölle nennen. Sie ist fünfzig Kilometer lang, endet als Sackgasse und braucht Bodenfreiheit, Zeit und einen vollen Tank. Die meisten Mietverträge decken sie nicht ab.
Essen, Feigen und der Himmel
Für einen Ort dieser Größe wird hier auffällig gut gekocht, und zwar mit Karoo-Lamm, das nach den Sträuchern der Ebene schmeckt, auf denen die Tiere weiden. Auf den Höfen ringsum wachsen Feigen und Oliven. Und wenn du je einen Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung sehen wolltest: Hier gibt es Anbieter, die mit Teleskopen hinausfahren.
- Gegründet
- 1762Straßendorf am Fuß des Swartberg
- Swartberg-Pass
- 1583 munbefestigt, seit 1888
- Ab Oudtshoorn
- 90 kmüber den Pass rund 1 Stunde 30
- Nachthimmel
- ohne StreulichtFührungen mit Teleskop
Unser TippFahr den Swartberg-Pass von Süden nach Norden, also von Oudtshoorn nach Prince Albert. Dann liegen die Abgründe auf der Beifahrerseite, und du kommst am Nachmittag mit der Sonne im Rücken auf der Nordseite herunter.
Übernachten in Prince Albert
AnzeigeDie Häuser unten stammen aus dem Angebot von trivago. Klickst du auf einen der Knöpfe, kommst du zur Preisübersicht dort, und wir bekommen bei einer Buchung eine Provision. Welche Häuser hier stehen, entscheidet die Bewertung der Gäste, nicht die Provision.

B&B on Church
5 Kerk/Church Street
- Pool
- Küche
- Parkplatz
- Klimaanlage
ab 54 €pro Nacht am 05.12.2026
Preise prüfen bei trivago
Dennehof Karoo Guesthouse
20 Christina de Wit Street
- Pool
- Spa
- Frühstück
- Parkplatz
ab 126 €pro Nacht am 05.10.2026
Preise prüfen bei trivago
Mont d'Or Swartberg Hotel
77 Kerk Street
- Pool
- Spa
- Frühstück
- Restaurant
ab 141 €pro Nacht am 01.11.2026
Preise prüfen bei trivagoPrince Albert: häufige Fragen
Wie kommt man nach Prince Albert?
Von Oudtshoorn über den unbefestigten Swartberg-Pass in gut anderthalb Stunden, oder auf Teerstraße durch den Meiringspoort über De Rust, was etwas länger dauert. Von der N1 aus liegt der Ort rund vierzig Kilometer abseits.
Kann man den Swartberg-Pass immer befahren?
Nein. Der Swartberg-Pass zwischen Oudtshoorn und Prince Albert wird nach starkem Regen und bei Schnee gesperrt. Weil es auf der Strecke keinen Mobilfunk gibt, solltest du den Zustand am Morgen vor der Abfahrt prüfen.
Was macht Prince Albert für Sternenbeobachtung interessant?
Der Ort liegt in der dünn besiedelten Karoo weit entfernt von größeren Städten, weshalb der Nachthimmel kaum von Streulicht aufgehellt wird. Mehrere Anbieter vor Ort fahren abends mit Teleskopen hinaus.
