Mossel Bay in der Dämmerung, Lichter der Stadt entlang der Bucht

Garden Route

Mossel Bay

Hier ging 1488 mit Bartolomeu Dias der erste Europäer an südafrikanischem Boden an Land, und hier beginnt für die meisten die Garden Route. Dazu ein Baum, der einmal Postamt war.

Foto: ARNOLD PETERSEN, Depositphotos

Unter dem Milchholzbaum im Museumsgarten hängt ein Stiefel aus Metall. Du kannst eine Postkarte hineinwerfen, sie bekommt einen Sonderstempel und geht auf die Reise. Der Brauch ist gut fünfhundert Jahre alt.

1488 umrundete Bartolomeu Dias das Kap und ging in dieser Bucht an Land, um Wasser aufzunehmen. Es war die erste dokumentierte Landung von Europäern an der Küste des heutigen Südafrika. Zwölf Jahre später hinterließ ein anderer portugiesischer Seefahrer unter einem Baum einen Bericht in einem Schuh, den ein nachfolgendes Schiff fand und mitnahm. Der Baum steht noch, und der Brauch, dort Post einzuwerfen, wurde daraus.

Das Museum und die Karavelle

Das Dias-Museum am Hafen zeigt einen originalgetreuen Nachbau einer Karavelle, die 1987 in Portugal gebaut wurde und im Jahr darauf zum fünfhundertsten Jahrestag der Landung nach Mossel Bay segelte, auf der Route von Dias. Sie steht heute in einer eigenen Halle, und du kannst an Deck. Wer je gedacht hat, diese Schiffe seien groß gewesen, korrigiert das dort in zwei Minuten.

Der Wanderweg und die Klimafrage

Vom Leuchtturm am Cape St Blaize führt ein Küstenweg gut dreizehn Kilometer nach Westen, immer an der Kante entlang, mit Blick auf Klippen und Brandung. Er ist nicht schwierig und einer der lohnendsten Küstenwege der Provinz.

Über Mossel Bay steht in fast jedem Reiseführer, es habe nach Hawaii das zweitmildeste Klima der Welt. Der Satz stammt aus einer alten Auszeichnung, wird seit Jahrzehnten weitergereicht und lässt sich an keiner überprüfbaren Messreihe festmachen. Richtig ist der Kern dahinter: Die Bucht öffnet sich nach Osten und liegt im Windschatten der Landzunge, deshalb ist es hier windstiller und ausgeglichener als an den offenen Küsten daneben.

Landung
1488Bartolomeu Dias, erste in Südafrika
Postbaum
seit 1500Brief im Schuh, heute Briefkasten
St-Blaize-Weg
13,5 kmKüstenweg ab dem Leuchtturm
Ab Kapstadt
390 kmrund 4 Stunden 30

Unser TippWirf im Museumsgarten wirklich eine Karte ein. Der Sonderstempel gibt es nur dort, die Post geht normal ab, und es ist das einzige Souvenir dieser Reise, das jemand anders bekommt.

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Mehr über Mossel Bay Jede Bucht, der Wanderweg und die Geschichte der Landung stehen ausführlich auf unserer Schwesterseite mosselbay.info

Mossel Bay: häufige Fragen

Was ist der Postbaum in Mossel Bay?

Der Postbaum in Mossel Bay ist ein alter Milchholzbaum, unter dem ein portugiesischer Seefahrer im Jahr 1500 einen Bericht in einem Schuh hinterließ, den ein späteres Schiff mitnahm. Heute hängt dort ein Briefkasten in Stiefelform, und eingeworfene Post bekommt einen Sonderstempel.

Hat Mossel Bay wirklich das zweitmildeste Klima der Welt?

Diese Angabe stammt aus einer alten Auszeichnung und wird seither weitergereicht, ohne dass sich eine überprüfbare Messreihe dafür findet. Belegbar ist, dass die nach Osten geöffnete Bucht im Windschatten der Landzunge liegt und deshalb ausgeglichener und windstiller ist als die offenen Küsten daneben.

Wo beginnt die Garden Route?

Üblicherweise gilt Mossel Bay als westlicher Beginn der Garden Route, weil dort die dichter bewachsene Küstenzone einsetzt. Eine amtliche Festlegung gibt es nicht, manche Darstellungen lassen die Strecke erst bei George beginnen.