Von der Klippe in Hermanus aus siehst du zuerst nur Wasser. Dann bricht dreißig Meter unter dir eine schwarze Fläche durch die Oberfläche, bläst, und taucht wieder ab. Kein Boot, kein Ticket, kein Fernglas nötig.
Der Overberg ist die Region, in der die meisten Reisenden zum ersten Mal begreifen, wie leer dieses Land sein kann. Zwischen den Orten liegen Weizen- und Gerstenfelder, im Winter grün, im Sommer strohgelb, und dazwischen steht nichts als gelegentlich ein Silo. Von Juni bis Dezember kommen Südkaper in die geschützten Buchten, um zu kalben, und zwischen August und Oktober stehen sie so dicht unter der Küste, dass Hermanus als einer der besten Orte der Welt für Walbeobachtung vom Land gilt.
Weiter östlich, hinter Bredasdorp, endet der Kontinent. Kap Agulhas ist der südlichste Punkt Afrikas und die offizielle Grenze zwischen Atlantik und Indischem Ozean, markiert durch eine Steinplatte und einen Leuchtturm. Das Kap der Guten Hoffnung, das viele dafür halten, liegt gut hundertfünfzig Kilometer weiter westlich und ist nur der südwestlichste Punkt.
Im Landesinneren liegen Orte, die kaum jemand ansteuert und die den Umweg lohnen: Greyton am Fuß der Berge, Swellendam mit dem Drostdy von 1747 als drittälteste Stadt des Landes, und Stanford am Fluss, wo die Häuser aus dem 19. Jahrhundert noch stehen.
- Kap Agulhas
- 34° 50′ Südsüdlichster Punkt Afrikas
- Walsaison
- Juni bis Dezemberam dichtesten August bis Oktober
- Swellendam
- 1745drittälteste Stadt Südafrikas
- Ab Kapstadt
- 120 kmnach Hermanus über die Küste
Unser TippFahr von Kapstadt aus nicht über die N2, sondern über Gordon's Bay und die Clarence Drive. Die Strecke ist keine halbe Stunde länger und gehört zu den schönsten Küstenstraßen des Landes.




