Drei Täler, dreihundert Güter und zwei Pässe dazwischen. Die kürzeste Route dieser Seite und die mit der höchsten Dichte an Gründen anzuhalten.
Auf der Passhöhe zwischen zwei Tälern gibt es einen Parkplatz. Hinter dir liegen die Reben von Stellenbosch, vor dir öffnet sich Franschhoek. Dreißig Kilometer, zwei Welten, und dazwischen zehn Minuten Bergstraße.
Die kürzeste Route dieser Seite und die mit der höchsten Dichte an Gründen anzuhalten. Vier Etappen, gut hundertsiebzig Kilometer, und du könntest sie an einem Tag fahren. Solltest du aber nicht, weil unterwegs Wein ausgeschenkt wird und jemand fahren muss.
Wie du das Fahrerproblem löst
Es gibt drei Wege. Erstens: Ihr wechselt euch ab, und wer fährt, spuckt aus. Das ist üblich und wird niemandem übel genommen, Gefäße stehen bereit. Zweitens: geführte Tour ab Kapstadt, dann fährt jemand anders. Drittens, und in Franschhoek die eleganteste Lösung: die Straßenbahn, die als Rundkurs mehrere Güter anfährt. Du steigst aus, probierst, nimmst den nächsten Wagen.
Die Promillegrenze liegt in Südafrika niedriger als in Deutschland, und auf den Straßen zwischen den Gütern wird kontrolliert.
Strecke
172 kmKapstadt bis Tulbagh
Fahrzeit
rund 2 Stunden 35reine Fahrzeit ohne Halte
Empfohlen
3 bis 4 Tagezwei Güter am Tag, nicht mehr
Beste Zeit
Februar bis Aprilmitten in der Lese
4 Etappen, zusammen 172 Kilometer und rund 3 Stunden reine Fahrzeit
Unser TippNimm für jede Verbindung zwischen zwei Tälern den Pass statt der Schnellstraße. Helshoogte, Franschhoek und Bainskloof kosten zusammen kaum eine Stunde mehr und sind der beste Teil dieser Route.
Zwei Güter am Tag, nicht vier
Der häufigste Fehler ist Gier. Wer vier Güter an einem Tag abarbeitet, schmeckt beim dritten nichts mehr und erinnert sich am Abend an keines. Zwei sind richtig: eins am Vormittag, Mittagessen dazwischen, eins am Nachmittag. Der Rest des Tages gehört dem Ort und dem Pass.
Die Pässe sind der eigentliche Grund
Zwischen den Tälern liegen drei kurze Bergstraßen, und jede davon ist besser als das vierte Weingut. Helshoogte verbindet Stellenbosch und Franschhoek, zehn Minuten, mit Blick in beide Täler. Der Franschhoek-Pass führt am oberen Ende des Tals hinüber Richtung Villiersdorp und folgt einem Weg, den Elefanten durch die Berge getreten hatten. Und Bainskloof hinter Wellington ist seit seinem Bau 1853 kaum verbreitert worden.
Wo du weniger zahlst
In Stellenbosch und Franschhoek kostet eine Verkostung bei den großen Namen inzwischen so viel wie ein Mittagessen. Wer das nicht will, fährt in die Seitentäler: Devon Valley und Jonkershoek bei Stellenbosch, oder gleich weiter nach Tulbagh und Robertson. Dort zahlst du einen Bruchteil und sprichst mit jemandem, der den Wein gemacht hat.
Wenn du nach vier Tagen genug von Verkostungsräumen hast: Fahr ins Swartland nördlich von Kapstadt. Dort gibt es kleine Betriebe ohne Verkostungsraum, die in der Halle ausschenken, und Weine, die mit dem internationalen Stil nichts zu tun haben.
Winelands: häufige Fragen
Wie viele Weingüter schafft man an einem Tag?
Zwei, wenn du etwas davon haben willst: eins am Vormittag, eins am Nachmittag, dazwischen Mittagessen. Ab dem dritten lässt die Wahrnehmung nach, ab dem vierten schmeckst du kaum noch Unterschiede.
Wer fährt, wenn alle Wein probieren wollen?
Entweder ihr wechselt euch ab und wer fährt, spuckt aus, was in den Winelands völlig üblich ist. Oder ihr nehmt eine geführte Tour ab Kapstadt. In Franschhoek löst außerdem die Weinstraßenbahn das Problem, die als Rundkurs mehrere Güter anfährt.
Wo sind Weinproben in den Winelands günstiger?
In den Seitentälern und weiter östlich. Devon Valley und Jonkershoek bei Stellenbosch, vor allem aber Tulbagh, Robertson und das Swartland verlangen deutlich weniger als die bekannten Güter in Stellenbosch und Franschhoek.